Familienhajk 2026

Nachdem es im letzten Herbst keinen Familienhajk gegeben hatte, wollten wir dieses Jahr schon gleich zu Schuljahresbeginn die Wanderschuhe schnüren. Fünfzig Ranger, Eltern und Freunde trafen sich am Samstagmorgen am Schadenweiler Wanderparkplatz, um unbekannte Ecken im Rammert zu entdecken. An der großen Murmelbahn machten wir unseren ersten Halt und probierten aus, was am schnellsten die Röhren hinunterkullert: Murmeln, Golfbälle, Zapfen oder Steine. Tatsächlich gewann die Mannschaft der Murmeltiere. Dann ging es weiter. Wir schauten, wer das längste Pfeifenputzergras finden konnte und entdeckten im Schlamm an einem Biotop Wildschweinspuren.

Gegen 16 Uhr trafen wir in Ofterdingen ein. Da wir dort auf einer großen Wiese übernachten wollten, mussten wir erst einmal drei Jurten aufstellen. Darin bereiteten wir unsere Schlafplätze vor. Dann wollten wir ja auch etwas essen. Wir schnippelten Berge von leckerem Gemüse und kochten daraus einen schmackhaften Reiseintopf. Bis es dunkel wurde, war kein Körnchen mehr davon übrig!

Wir setzten uns ans warme Lagerfeuer und während der Mond sich langsam seinen Weg am Nachthimmel bahnte, sangen wir zur Gitarre fröhliche Lieder. Zum Tagesabschluss hielt Ruben eine Andacht über den großen Fischfang von Petrus und wir genossen frisch gebackene Apfelküchle. Dann verkrochen sich die ersten Teilnehmer in die Schlafsäcke.

Am nächsten Morgen wurden wir von einem schönen Sonnenaufgang begrüßt. Die Nacht war wider Erwarten relativ mild gewesen. Bei Kaffee, Rührei und Hefezopf kehrten die Lebensgeister langsam zurück und nachdem wir alles abgebaut hatten, machten wir uns auf den Rückweg nach Rottenburg. Jojada erzählte uns unterwegs etwas zum Thema Hoffnung und wir hielten im Wald nach Hoffnungszeichen Ausschau. Etwas später erklärte uns Joy, wie man einen Kompass benutzt. Gegen Mittag erreichten wir die Dünnbachhütte, wo wir noch ausgiebig vesperten. Während wir die letzten Meter zum Schadenweiler zurücklegten, waren wir uns einig, dass sich diese Aktion richtig gelohnt hatte. Das gemeinsame Laufen und das Erspüren der Natur, die Gemeinschaft und das Lachen haben uns aus dem straffen Alltag herausgeholt und uns tolle, entschleunigte Stunden beschert.

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